Liebes Publikum,
Wir freuen uns immer sehr, Sie in unserem wunderschönen, angenehm klimatisierten und belüfteten Theater begrüßen zu können. Wir bieten Ihnen die fast schon gewohnte Vielfalt und bleiben unserem Motto treu, Ihnen die „sinnstiftende Wiedergutmachung am Abend“ zu sein!
Hier ein kleiner Ausblick darauf, wie es im Pantheon weitergeht

Auch neben der rheinischen Kultrevue Pink Punk Pantheon (Tickets hierfür gibt es nur noch wenige für den 11.2.) hat der Februar im Pantheon ein Füllhorn an Abendunterhaltung zu bieten:
Einzigartige und unwiederholbare Klavierabende, die gibt es so nur bei Susanne Kessel´s "Beethoven Piano Club". Zur 25. Ausgabe hat die Bonnerin am 23.2. um 19 Uhr im Hauptprogramm den Pianisten Amadeus Wiesensee geladen, auf dessen musikalische Beiträge im nachfolgenden Clubprogramm u.a. Nina Gurol, Marcus Schinkel und natürlich die Gastgeberin höchstpersönlich hochmusikalisch reagieren.
Der Spagat zwischen Schmerz und Humor, das ist Matilde Keizer´s ureigener Comedy-Stil. In ihrem ersten Solo „Lasagne im Bett“, nimmt sie ihr Publikum am 25.2. im Pantheon mit in ihr Leben als Italienerin in der Hauptstadt, zu ihrer „Karriere“ als Schauspielerin und ihrer erlebten kulturellen Missverständnisse - all das mit einer Mutter, die sich manche vielleicht nicht wünschen würden...
Mr. Yasin verspricht am 26.2. in seiner "HypnoX-Show" eine humorvolle und frische Entdeckungsreise in die Welt der Hypnose.
„Das war doch grad ’erst eben - 50 Jahre auf der Bühne“ ist am 27.2. im Pantheon weit mehr als ein Konzert, es ist eine wunderbare Mixtur aus Hits und noch zu hebenden Schätzen, aus Bildern und Anekdoten, aus Songs und Szenen. In seiner klingenden Werkschau lustwandelt der große Sänger und Entertainer Stefan Gwildis zu seinem 50jährigem Bühnenjubiläum sehr freihändig zwischen den verschiedensten Stationen seiner Karriere.
Zur Wundertüte der Kleinkunst, offen für Alles und Jeden, lädt zum Monatsende, am Samstag, den 28.2. dann noch die vom Publikum geliebte "Offene Bühne Rheinland" in Ihrer immerhin 46. Ausgabe - Überraschungen und echte Bühnenentdeckungen gehören hier dazu.
Nun aber genug der Empfehlungen, Sie werden sicher etwas Passendes für sich und Ihre Lieben finden! Also: stöbern Sie doch einfach in in unserem erlebnisreichen Programm und suchen sich etwas aus, natürlich können Sie Tickets rund um die Uhr online buchen, oder sie gehen zu unseren Vorverkaufsstellen und oft können Sie auch noch ganz spontan zur Abendkasse kommen!
Gerne sind wir und unsere Künstler Ihre Seelenwärmer.
Bleiben Sie neugierig auf uns! Wir sind es auch auf Sie!
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen.
Ihre Pantheoniken
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versprechen wir Ihnen!
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Die nächsten Vorstellungen:
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21.FebruarSamstag20:00
Nicole Nau & Luis Pereyra mit Company - Vida Argentino - Siga el baile
Die Showsensation aus Argentinien
Ausverkauft!
Hinweis: Eine Warteliste für Restkarten liegt am Veranstaltungsabend zum persönlichen Eintragen ab 18:30 Uhr beim Theatereinlass aus.
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2026 kommt die argentinische Tanz- und Musik-Show VIDA erneut nach Deutschland. An der Spitze tanzen die Weltstars Nicole Nau & Luis Pereyra, begleitet von ihrer Company aus hervorragenden Solisten. In Musik, Tanz und Poesie zeigen sie in ihrem neuen Programm die unglaubliche Vielfalt argentinischer Kultur.
Boleadoras surren durch die Luft. Absatze und Fußkanten schlagen in den Boden. Sohlen scharren. Kleider rascheln. Blicke begegnen sich. Messerscharf setzen die Tänzer ihre Schritte in den Beinzwischenraum der Partnerin, deren Taille kunstvolle Achten zeichnet. Gitarrenklange und Trommeln. Gesang und Geschichten durchziehen das Geschehen. Die Bühne steht im Bann argentinischer Passion. Magisch. Mutig und spontan tanzen Männer und Frauen den Zauber der Vergangenheit, wagen die Umarmung zum echten Tango und das Duell der Zukunft.
Mit Texten von Jorge Luis Borges. Musik von Astor Piazzolla. Eigenkompositionen von Luis Pereyra und einem hochkarätigen Reigen argentinischer populärer Musik.
Luis Pereyra ist Tänzer, Choreograph, Regisseur, Sänger und Darsteller. Das Multitalent aus Argentinien tanzt seit dem 5. Lebensjahr und verzaubert nun seit 50 Jahren die Zuschauer weltweit mit Charme, Eleganz, Vielseitigkeit und Leidenschaft vom ersten Moment der Show.
Seine Frau Nicole Nau verkörpert den Tango wie keine Zweite. Die Düsseldorferin ist Botschafterin ihrer Wahlheimat Argentinien und wurde sogar auf zwei Briefmarken mit ihrer Leidenschaft zum Tango abgebildet. Sie erzählt in poetischen Passagen vom Geheimnis, von den Wurzeln und der Poesie mutiger Männer und der Kraft stolzer Frauen.
Im Juni 2025 erschien das erste gemeinsame Buch von Nicole Nau & Luis Pereyra: Der Klang meiner Erde, PalmArtPress Verlag Berlin. Dieses Buch webt sich als roter Faden in das Werk.
DAUER 1 Stunde 40 Minuten inklusive Pause von 20 Minuten
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Ausverkauft!
Hinweis: Eine Warteliste für Restkarten liegt am Veranstaltungsabend zum persönlichen Eintragen ab 16:30 Uhr beim Theatereinlass aus.
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SHOWTIME!
Sie haben es wieder getan! Starbugs Comedy setzen noch einen drauf und heben mit ihrem brandneuen Programm „SHOWTIME!“ in neue Sphären der Comedy ab. Und sie nehmen ihr Publikum von der ersten Sekunde an mit auf eine Reise durch die bunte Welt der Showszene. Noch nie war Comedy so lebendig und dynamisch. Auch diesmal war Nadja Sieger alias Nadeschkin wieder als Regisseurin mit dabei.
SHOWTIME!“ ist Weltklasse Comedy ganz ohne Worte.
Lange Reden überlassen die drei Ausnahmekünstlern den Andern. Mit vollem Körpereinsatz und umwerfender Mimik produzieren Starbugs Comedy wahres Feuerwerk der Lacher. Von Jung bis Alt bleibt kein Auge trocken und das Publikum brüllt vor Lachen. Fabian Berger, Wassilis Reigel und Martin Burtscher sind Weltmeister der nonverbalen Comedy und tanzen und spielen alles Mögliche und Unmögliche. Sie überraschen das Publikum immer wieder mit unerwarteten Wendungen und Verwicklungen. Ihre scheinbar unerschöpfliche Kreativität hat eine intensive Nebenwirkung: Muskelkater vom Lachen.
Das neue Comedy-Programm „SHOWTIME!“ verspricht alles und noch viel mehr. Und so gehört das Schlusswort der Hessischen Allgemeinen Zeitung: „Und da waren sie, neunzig Minuten infantile Freude am Leben, die man einatmete wie reinen Sauerstoff – Ovationen im Stehen.“
Regie: Nadja Sieger (Nadeschkin)
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Beethoven Piano Club · Susanne Kessel lädt ein: · Hauptprogramm: Amadeus Wiesensee, Klavier - Beethoven Piano Club - Vol. 25
Ein Klavierabend - viele PianistInnen
Das pianistische Get-together im Bonner Pantheon
Der 23. Februar wird ein ganz besonderer Abend, in dessen
Mittelpunkt u.a. Klavierwerke Franz Schuberts stehen.
Hauptprogramm:
Amadeus Wiesensee, Klavier
Der international bekannte Münchener Pianist Amadeus Wiesensee ist mittlerweile dem Bonner Publikum bestens vertraut durch seine Konzerte beim Beethovenfest und als Artist-in-Residence im Beethoven-Haus.
Der 1993 geborene Pianist Amadeus Wiesensee debütierte als Zwölfjähriger mit dem Münchner Rundfunkorchester und wurde 2007 Jungstudent bei Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum. Nach dessen Tod wechselte er zu Antti Siirala an die Hochschule für Musik und Theater München.
Zahlreiche Uraufführungen, etwa von Wilfried Hiller, Wolfgang-Andreas Schultz und Birke Bertelsmeier, dokumentieren seine Leidenschaft auch für zeitgenössische Kompositionen. Parallel zu seiner musikalischen Ausbildung hat er ein Philosophiestudium abgeschlossen.
Amadeus Wiesensee spielt:
Franz Schubert - Klaviersonate B-Dur D960
Franz Schubert - Fantasie f-Moll für 4 Hände D940 (mit N.Gurol)
Béla Bartók - Klänge der Nacht (aus: Im Freien)
Die Mitwirkenden des anschließenden Club-Programms
beziehen sich in ihren Beiträgen auf das zuvor gehörte Hauptprogramm:
Ratko Delorko, Klavier
Nina Gurol, Klavier
Susanne Kessel, Klavier
Jan Kopp, Vortrag
Rolf Mautz, Rezitation
Marcus Schinkel, Klavier
Im Club-Programm erklingen Werke von
Béla Bartók, Jan Kopp, Lars Werdenberg u.v.a.
Susanne Kessel spielt die Uraufführungen aus ihrem
Kompositionsprojekt “Freiheit!”.
Der Bonner Komponist und Pianist Ludwig van Beethoven hat in diesem Club stets einen Ehrenplatz!
Im Ticketpreis inbegriffen ist ein kleiner Imbiss.
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24.FebruarDienstag20:00
WDR Kabarettfest · Tobias Mann · Philip Simon · Barbara Ruscher · Lennart Schilgen - 116. WDR Kabarettfest
Sendung im Hörfunk WDR5: 7. März 2026, 15.04 - 17.00 Uhr
Ausverkauft!
Hinweis: Eine Warteliste für Restkarten liegt am Veranstaltungsabend zum persönlichen Eintragen ab 18:30 Uhr beim Theatereinlass aus.
Das nächste Kabarettfest am 29.9. ist bereits im Vorverkauf
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Ein erneutes Kleinkunstgipfeltreffen im Pantheon!
Line-up:
Tobias Mann (Moderation)
Philip Simon
Barbara Ruscher
Lennart Schilgen
Sendungen der Aufzeichnungen aus dem Pantheon dieses Abends auf WDR5:
Unterhaltung am Wochenende | 7. März 2026, 15.04 - 17.00 Uhr | WDR 5
Sendehinweis: Unterhaltung am Dienstag | 10. März 2026, 20.03 - 21.00 Uhr | WDR 5
Sendehinweis: Unterhaltung am Mittwoch | 11. März 2026, 20.03 - 21.00 Uhr | WDR 5
Tobias Mann ist ein unermüdlicher Wanderer zwischen Kabarett- und Comedy-Welt, Pointensprengmeister, Verbalsprinter, Spaßrocker, Nonsensbarde und Humorgeheimwaffe des WDR. Und außerdem Preisträger des Deutschen Kleinkunstpreises 2017 und des Prix Pantheon.
Philip Simon macht zusammen mit Tobias Mann den Kabarett-Podcast "Grundlos gute Laune".
Die beiden Satiriker widmen sich hier regelmäßig der heißen Luft des öffentlichen Diskurses. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass sie damit den ersten True Crime Podcast für verbale Verbrechen an den Start bringen.
Klingt niederschmetternd? Nix da - es gibt immer einen Grund für gute Laune.
In seinem letzten Programm „Meisenhorst" führte Prix Pantheon-Preisträger Philip Simon vor, dass im Grundgesetz mehr Zündstoff steckt, als Progression in bundesdeutschen Köpfen. Rechtzeitig zum 70-jährigen Jubiläum der Staatsbibel beschäftigte sich Philip Simon mit dem Grundgesetz und stellte fest, dass die Meisen die Kontrolle übernommen haben.
Barbara Ruscher ist unfassbar romantisch. Nur merkt das irgendwie keiner. Die aus TV („NUHR im Ersten“, „Ladies Night“ etc.) und Hörfunk (WDR2/WDR5) bekannte preisgekrönte Comedylady plädiert für mehr gute Gefühle im Leben. Ob als Paar zuhause („Beziehungen sind wie ein Spaziergang im Park. Jurassic Park“) oder unterwegs im ausgebauten VW-Bus („Romantischster Satz: ‚Gib mir mal den Vierzehner‘“)- die richtige Kommunikation hilft.
Barbara Ruscher erforscht für Sie, wie es ist, keinen Alkohol mehr zu trinken („Ich will halt ein Hobby ganz für mich alleine haben“), testet die Erotik von Heißluftfritteusen und Laubbläsern, kann selbst den Wechseljahren eine Menge Positives abgewinnen und rappt überzeugend über E-Bikes („21 Gänge, geiler Akku im Gestänge“). Weil das nämlich sonst keiner macht. Freuen Sie sich auf großartiges Entertainment, auf Comedy Deluxe! Mit Stand-up und Knaller-Songs wird es satirisch-bissig und vor allem eins: unfassbar lustig!
„Man geht mit Freude mit auf seine doppelten Böden, man jubelt innerlich über die vielen Einfälle und Reime […] Wunderbar leichte, überraschend unaufwändige und höchst einfallsreiche Songs.“
Aus der Laudatio zum Deutschen Chansonpreis-Nachwuchspreis
Wenn er nicht gerade Konzerte gibt und Kleinkunstpreise einheimst (Prix Pantheon, Stuttgarter Besen, u.v.m.) macht er vor allem nämlich eins: sich davon. Unter anderem geht’s auf Radtour, ins Kloster und ins kommunistische Sommercamp. Oder auch nur in die Untiefen seiner Gedanken, was oft abenteuerlich genug ist.
Zum Glück führt Schilgen sicher über jeden Abgrund – getragen von seinem versierten Klavier- und Gitarrenspiel, seiner Stimme und seinem „wachen Geist, mit Herz und Humor und hinterhältigen Pointen“ (Laudatio zur ‚Tuttlinger Krähe‘).
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In ihrem ersten Solo Programm „Lasagne im Bett“, nimmt Matilde uns mit auf eine Reise durch ihr Leben. Wir erleben sie als Italienerin in der Hauptstadt, ihre „Karriere“ als Schauspielerin und ihre kulturellen Missverständnisse - und all das mit einer Mutter, die sich manche vielleicht nicht wünschen würden.
Ihr habt aber das Glück, über dieses Leid Lachen zu dürfen. Mit Selbstironie kann Matilde alles verarbeiten, was das Leben hergibt, und mit jedem Lacher fühlt ihr euch leichter. Kein Thema ist Matilde zu schade und jeder wird etwas zum
Schmunzeln, zum Kichern oder zum Lachen finden – und zwar so sehr, dass es fast ein wenig weh tut. Der Spagat zwischen Schmerz und Humor. Das ist Matildes Comedy. Und ihr dürft es im Spagat herzlich genießen.
„Lasagne im Bett“ ist was Falsches, aber zu gut um aufzuhören. Es ist der Tomatensoße-Fleck auf der Bettdecke. Es ist überbackener Käse zum Frühstück: Es ist einfach all das, was man sich sonst nicht traut, zu erlauben.
Preise / Nominierungen:
Nominierung Hamburger Comedy Pokal 2025
Nominierung „Newcomer Wettbewerb Humorzone Dresden“ 2025
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26.FebruarDonnerstag20:00
S-Promotion EVENT präsentiert:
Mr. Yasin - HypnoX Show
TICKETLINK Eventim siehe unter "mehr Infos"
Eine atemberaubende Reise in die Welt der Hypnose! Begleite Mr. Yasin auf einem unvergesslichen Abenteuer voller Spannung, Spaß und faszinierender Augenblicke, während er dich und die andere Gäste durch die transformative Kraft der Hypnose führt.
Erfahre, wie Hypnose den Alltag bestimmt, während wir durch Freiwillige aus dem Publikum inspirierende Einblicke in die Fähigkeiten unserer Psyche erhalten. Sei bereit für einen Abend unvergesslicher Momente, es erwartet dich eine Show mit Humor, moderner Frische und einer aufregenden Entdeckungsreise.
Tickets über Eventim:
Veranstalter: S-Promotion EVENT
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Stefan Gwildis - Das war doch grad' erst eben - 50 Jahre auf der Bühne
Veranstaltung ist bestuhlt!
- Tickets
- EUR 33.00 / 29.00 (erm)
bestuhlte Veranstaltung! - zzgl. etwaiger Vorverkaufsgebühren
- Spielstätte
- Pantheon
Sackschlepper, Sonnenbankaufsteller und Soul-Sensation, Hafen-Malocher und Lyrik-Rezitator, Fabrik-Besetzer, Gelegenheits-Weihnachtsmann und Deutschlands Antwort auf George Clooney - was ist Stefan Gwildis nicht alles schon gewesen. Dieser Charmebolzen von einem Entertainer, dieses wandelnde Gesamtkunstwerk aus heimeliger Seelenruhe, original Hamburger Schmodder und einem großen Schuss amüsierter Unberechenbarkeit.
Und was heißt überhaupt „gewesen“: Er ist das alles ja noch, irgendwie zumindest, und immer mal wieder. So, wie es ihm gerade gefällt.
„Ich hatte immer schon Bock, verschiedene Sachen zu machen“, sagt Stefan Gwildis nur und lacht. Verschiedene Sachen, die zu noch mehr Ideen und schließlich zu unendlich vielen erzählenswerten Geschichten führten. Fast zu viel für nur ein Leben - und allemal genug für einen zum Bersten gefüllten Abend: „Das war doch grad ’erst eben - 50 Jahre auf der Bühne“ ist weit mehr als ein Konzert, es ist eine wunderbare Mixtur aus Hits und noch zu hebenden Schätzen, aus Bildern und Anekdoten, aus Songs und Szenen, eine multimediale, aber sehr analoge Revue des gwildis’schen Schaffens.
In seiner klingenden Werkschau lustwandelt Stefan Gwildis sehr freihändig zwischen den verschiedensten Stationen seiner Karriere, den vielen, lebensprägenden „ersten Malen“, die dem Leben eben so widerfahren: Die erste große Liebe mit Anna, eine Geschichte wie in „Me and Mrs Jones“. Das erste selbstgebaute Instrument, ein Bass aus Besenstiel, einer Tee-Kiste Marke „Tagtraum“, Hupen, Tröten, diversem Schlagwerk - und mit Regenschirm als Reminiszenz an das Hamburger Wetter. Es geht um den ersten selbst gewechselten Reifen im väterlichen Betrieb, um die erste eigene Gitarre. Und, natürlich, um das erste Mal auf der Bühne - die, streng genommen, gar keine war.
„Meine erste Bühne, das war die Straße“, erzählt Stefan Gwildis mit seinem warmen, lebensgegerbten Bariton, der die Gläser in den Vitrinen erzittern lässt. „Mein Kumpel Michi Reincke hatte gesagt: Stefan, wenn Du wissen willst, ob es irgendwen interessiert, was Du so machst, dann stell Dich auf die Straße und probier es aus! Also stand ich da, in der Fußgängerzone vor Karstadt-Wandsbek, mit zarten 15 Jahren und all den Songs meiner Helden, die ich mir draufgeschafft hatte. Das war die Stunde Null. Und: Es hat keine Sau interessiert! Niemand ist stehen geblieben - und ich glaube, genau das hat mich gereizt. Was, verdammt noch mal, muss man tun, dass die Menschen stehen bleiben?“
Was folgt, ist eine Karriere, die man sich nicht ausdenken kann: Stefan Gwildis macht Straßenmusik mit Weggefährten wie Christian von Richthofen und Joja Wendt, spielt improvisiertes Blitz-Theater mit seinem Freund Rolf Claussen, er malt, studiert ein paar Semester Theologie, erhält eine Fecht- und Stunt-Ausbildung im ehrwürdigen Thalia- Theater, erleidet charmante Schiffbrüche wie mit seiner Band, den „Strombolis“, er bringt anarchische Musicals oder auch die Rhythm’n’Crash-Show „Auto Auto!“ auf die Bühne. Kaum eine künstlerische Idee, die ihm zu verrückt wäre - und keine handfeste Tätigkeit, für die er sich zu fein ist: Parallel zu seinem kreativen Tun arbeitet Stefan Gwildis, was nötig ist und was sich eben so anbietet, die Liste seiner Gelegenheitsjobs ist längst Legende.
„Frei zu sein in den Dingen, die ich mache, das ist für mich wie die frische Luft zum Atmen.
Nicht nur in der Musik oder Kunst, sondern auch in allem anderen.“ Dazu gehört die Freiheit, ein Privatleben zu haben. Die Freiheit, dem Plattenboss einfach mal den gesamten Vorschuss zurückzuzahlen, um aus einem ungeliebten Vertrage herauszukommen - bar und in kleinen Scheinen, gesammelt in einer Plastiktüte, direkt auf den Schreibtisch. Die Freiheit, der Seele ganz in Ruhe den Puls zu fühlen - und der Kunstwelt auch einfach mal den Rücken zu kehren, wenn es zu viel wird: Als Stefan Gwildis zwischenzeitlich genug hat von der kreativen Blase, eröffnet er, wie einst der Vater, kurzerhand den Reifendiscount Gwildis.
Gemeinsam mit seinem Brunder wuchtet und wechselt er, schraubt, werkelt und importiert nebenbei nostalgische Straßenkreuzer aus den USA.
Doch die künstlerische Abstinenz hält nicht lange vor, zu laut ruft die Musik. Als Stefan Gwildis mit „Allem Anschein nach bist Du’s“ den Bill Withers-Klassiker „Ain’t No Sunshine“ neu betextet, passt auf einmal vieles zusammen. „Die Hilde Knef-Platten meiner Mutter auf der einen Seite und die unzähligen Scheiben mit schwarzem Soul, die regelmäßig als Give-Aways amerikanischer Reifenhersteller ins Haus kamen, auf der anderen - das ist meine musikalische Sozialisation. Soul-Klassiker in deutscher Sprache - das fühlte sich für mich total logisch und organisch an.“ Und kaum ist die Idee geboren, steht auch der einst per Plastiktüte abgefundene Plattenboss wieder auf der Matte: Heinz Canibol, zu dem Zeitpunkt längst ein hoch geachteter Silberrücken der Branche und trotz allem (oder: gerade deswegen) Gwildis-Fan, nimmt sich des Projekts an. War Stefan Gwildis bislang lediglich in der Hamburger Heimat „weltberühmt“, verbreitet sich sein Ruf nun in Windeseile, von der Waterkant bis nach Wien. Er röhrt, flüstert, croont, schmeichelt, scattet, improvisiert sich durch die großen Songs von Marvin Gaye, Otis Redding oder den Temptations, mit unbändiger Lust an der Freude, ohne die Täler des Lebens in den Texten auszuklammern.
Das Publikum wächst rasant, die Tourneen mit seiner fantastischen Live-Band werden zu wahren Soul-Happenings. Und plötzlich ziert Stefan Gwildis’ Konterfei die Leute-Spalten der Hochglanz-Magazine, während sich das vornehme Feuilleton in Jubel-Rezensionen ergeht.
„Das war natürlich alles ein Riesen-Spaß“, lacht Stefan Gwildis und schüttelt etwas ungläubig den Kopf. „Und irgendwie auch verrückt: Ich wollte ja nie Champions League spielen, sonst diktiert Dir der Betrieb ganz schnell, was Du zu tun und wer Du zu sein hast.“
Also bleibt Gwildis Gwildis. Und tut weiterhin Gwildis-Dinge: Schreibt vermehrt eigene Songs, konzertiert in verschiedensten Formationen, vom Duo über die NDR BigBand bis hin zu den Kieler Philharmonikern. Er rezitiert den Schimmelreiter von Theodor Storm, singt und liest Wolfgang Borchert. Und er lässt, gemeinsam mit seinen alten Fahrensmännern Rolf Claussen und Joja Wendt alias „Die Söhne Hamburgs“, die wilden Zeiten der Straßenkunst fröhliche Urständ feiern.
Stefan Gwildis bringt auf die Bühne, was für ihn auf die Bühne gehört. Verschiedene Dinge eben, auf die er Bock hat. So, wie er das seit unglaublichen 50 Jahren handhabt. Und so, wie es ab sofort auf seiner Jubiläums-Tournee zu erleben ist.














